taktonika gewinnt bei den Real Estate Architecture Awards 2026 mit Neubau Praxis für Strahlentherapie Magdeburg
taktonika wird bei den Real Estate Architecture Awards 2026 in der Kategorie Architectural Design für den Neubau Praxis für Strahlentherapie Magdeburg ausgezeichnet. Ziel des Projekts war es, ein Gebäude zu gestalten, das über die rein funktionalen Anforderungen eines medizinischen Versorgungszentrums hinausgeht und Architektur als wichtigen Bestandteil des Heilungsprozesses versteht.
Architektur als Teil der Heilung
Der Neubau schafft eine medizinische Umgebung, in der Gestaltung nicht als Nebensache betrachtet wird. Die Architektur unterstützt Orientierung, Aufenthalt und Wohlbefinden und verbindet medizinische Funktion mit räumlicher Qualität. Im städtischen Kontext fügt sich das Gebäude sensibel in eine vielschichtige Umgebung ein, die durch unterschiedliche Gebäudegrößen und Nutzungen geprägt ist.
Städtebauliche Einbindung und Eingangssituation
Durch den Rücksprung von der Straße entsteht ein geschützter Eingangsbereich, der Besucherinnen und Besucher willkommen heißt. Das gestaffelte Obergeschoss reduziert die wahrgenommene Masse des Gebäudes zur Straße hin und schafft einen sanften Übergang zur kleinteiligen Wohnbebauung im Süden. So entsteht ein Baukörper, der auf seine Umgebung reagiert und gleichzeitig eine klare eigene Präsenz entwickelt.
Fassade zwischen digitaler Planung und Handwerk
Die Fassade ist ein zentrales Element des Projekts. Für ihre Gestaltung und Planung wurden digitale Technologien eingesetzt. Ein eigens angepasstes Computerprogramm ermöglichte es, verschiedene Fassadenvarianten zu testen und gleichzeitig ihre fertigungstechnische Machbarkeit zu prüfen. Trotz der digitalen Planung wurde bei Materialwahl und Detailausarbeitung bewusst auf kunsthandwerkliche Ausführung gesetzt. Digitales Entwerfen und meisterhaftes Handwerk verbinden sich zu einer Fassadengestaltung, die dem Gebäude seinen besonderen Charakter verleiht.
Struktur, Maßstab und Leichtigkeit
Die versetzte Kubatur wird durch fließende Verläufe in den Fassadenflächen weichgezeichnet. Akzentuierte Fugenraster und große Fensterausschnitte strukturieren die natürliche Zinkfassade und leiten Besucherinnen und Besucher intuitiv zum Haupteingang. Die Behandlungsbereiche werden von einem raumgreifenden, gefalteten Fassadenmuster geprägt. Dieses lässt die massiven Gebäudeteile leichter erscheinen und verleiht den technisch bedingt teils fensterlosen Fassadenflächen Struktur, Kontrast und Maßstäblichkeit.
Innenräume mit Licht, Haptik und Rückzug
Im Inneren setzt sich der Anspruch an eine heilungsorientierte Architektur fort. Große Fensterflächen und ein Atrium im Gebäudekern versorgen die Innenräume mit Tageslicht und schaffen einen durchgehenden Bezug zu den angrenzenden Grünflächen und Terrassen. Auf zwei Etagen bietet das Gebäude großzügige Gemeinschaftsräume sowie Orte des Rückzugs. Texturierte Oberflächen, Farbakzente und natürliche Materialien vermitteln den Patientinnen und Patienten in den Innenräumen Maßstab, Haptik und räumliche Orientierung.





