Architectural Design

Bellprat Partner - Aserbaidschan Pavillon

Der Aserbaidschan Pavillon von Bellprat Partner zur Expo 2025 Osaka ist als räumliche Erzählung konzipiert, in der Architektur, Szenografie und Ausstellung eng miteinander verwoben sind. Bellprat Partner verantwortet die konzeptionelle, architektonische und szenografische Gestaltung des Pavillons für das Heydar Aliyev Center und wird für dieses Projekt bei den Real Estate Architecture Awards ausgezeichnet.

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Szenografie als architektonische Disziplin

Der Aserbaidschan Pavillon zur Expo 2025 Osaka ist als räumliche Erzählung konzipiert, in der Architektur, Szenografie und Ausstellung eng miteinander verwoben sind. Bellprat Partner verantwortet die konzeptionelle, architektonische und szenografische Gestaltung des Pavillons für das Heydar Aliyev Center und entwickelt eine klare Dramaturgie, die Besucherinnen und Besucher durch Raum, Inhalt und Bewegung führt. Architektur wird dabei nicht isoliert betrachtet, sondern als Träger von Bedeutung und Erfahrung verstanden.

Die Seven Beauties als inhaltliche Grundlage

Die szenografische Konzeption orientiert sich an der Erzählung der Seven Beauties, die sieben kulturelle Themenfelder repräsentieren. Dazu zählen natürliche Ressourcen, kulturelle Vielfalt, kulturelles Erbe, traditionelle Kunst, architektonische Baukunst, nachhaltige Entwicklung sowie Abenteuer und Spiritualität. Diese Inhalte werden über Raum, Licht, Objekte und mediale Elemente vermittelt und zu einer zusammenhängenden Ausstellungserfahrung verdichtet.

Sieben Bögen als dramaturgisches Leitsystem

Das räumliche Grundmotiv bilden sieben aufeinanderfolgende Bögen, die den Pavillon strukturieren und die Besucherführung definieren. Jeder Bogen markiert ein neues Kapitel der Ausstellung und lenkt die Wahrnehmung schrittweise durch unterschiedliche Themenräume. Die Bewegung durch das Gebäude wird so selbst zum erzählerischen Element.

Fassade, Licht und räumliche Inszenierung

Die Fassadengestaltung greift das traditionelle Shebeke Muster auf und übersetzt es in eine zeitgenössische Struktur. Licht und Schatten werden gezielt als gestalterische Mittel eingesetzt und verändern die Wahrnehmung des Pavillons im Tagesverlauf. Wasserflächen ergänzen die räumliche Inszenierung als reflektierendes Element. Die Besucherführung gliedert sich in Pre Show, Main Show und Post Show und wird durch ergänzende Bereiche wie Shop, Meetingräume und Dachterrasse abgeschlossen.