Interior Design

adina architektur

In absoluter Bestlage Münchens im Lehel zwischen Maximilianstraße und Alpinem Museum mit Blick auf die St.-Lukas-Kirche versteht sich das Büro von adina architektur als räumliches Manifest. All white Flächen, ausgewählte Naturmaterialien und eine bewusst komponierte Lichtführung verschmelzen hier zu einer ganzheitlichen Interior-Erfahrung.

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Ein räumliches Manifest in Münchens Bestlage

Das Büro von adina architektur ist kein klassisches Architekturbüro, sondern ein räumliches Manifest. In absoluter Bestlage Münchens, öffnen großzügige Schaufenster den Blick auf die St.-Lukas-Kirche. Architektur, Licht und Materialität verschmelzen zu einer ganzheitlichen Erfahrung, in der der Raum den Besucher empfängt.

Material als Ursprung

Der Raum ist bewusst „all white“ konzipiert. Weiß ist hier keine Leere, sondern eine Bühne. Eine ruhige, nahezu immaterielle Fläche, auf der sich die eigentlichen Protagonisten entfalten dürfen: Materialien aus der Natur, Architekturelemente.

Als Architekten bedienen wir uns täglich an ihrem Ursprung, an Stein, Holz, Wasser und Licht. In diesem Büro werden diese Elemente nicht abstrahiert, sondern in ihrer Essenz inszeniert. Jedes Detail ist durchdacht, jede Fuge gesetzt, jede Kante komponiert. Nichts ist zufällig. Nichts ist Dekor.

Gleich beim Eintritt empfängt ein hoher, maßgefertigter Einbauschrank den Besucher. Gefertigt aus einem seltenen italienischen Furnier, strahlt er Ruhe und zeitlose Tiefe aus. Er schwebt und ruht zugleich auf einem massiven Felsen. Der Stein ist roh, unverfälscht, kraftvoll. Kein dekoratives Element, sondern ein archaischer Ursprung. Ein bewusst gesetzter Kontrast zur präzisen, modernen Linienführung.

Im Zentrum des Raumes spannt sich ein statisch berechneter Kragarmtisch in den Raum. Seine Konstruktion bleibt unsichtbar. Die Frage, wie er hält, ist Teil der räumlichen Dramaturgie, Spannung als architektonisches Mittel.

Licht als erste Architektur

Der Eintritt ist bewusst choreografiert. Das Beleuchtungskonzept ist präzise komponiert, fast überzeichnet in seiner Klarheit. Jeder Übergang von Boden zu Wand und von Wand zu Möbel wird akzentuiert. Licht löst die Schwere der Materialien auf, lässt Flächen schweben und entmaterialisiert Volumen.

Der Boden scheint sich vom Baukörper zu lösen, Möbel verlieren ihre Masse, Raumtiefe entsteht durch Lichtkanten. Die nahezu monochrome Farbwelt ist eine konsequente Entscheidung, sie verleiht dem Interieur zeitlose Qualität und schafft Raum für die Texturen der Natur und der Architekturelemente.

Maßgefertigte Einbauten, präzise gesetzte Lichtlinien und die bewusste Dramaturgie der Raumabfolge erzeugen eine hohe gestalterische Dichte und ein starkes räumliches Erlebnis. Trotz konzeptioneller Klarheit bleibt das Büro funktional, strukturiert und nutzbar, ein Arbeitsraum, der Inspiration und Disziplin verbindet.

Moderne im Dialog mit dem Jugendstil

Über eine Treppe führt ein entworfenes Portal in einer für adina typischen „untypischen Formgestaltung“ in den großen Saal / Mitarbeiterbüro hinein in den denkmalgeschützten Jugendstilbau. Hier wird die historische Raumabfolge nicht negiert, sondern neu interpretiert. Fischgrätparkett, klassische Proportionen, das Einfügen von Kassetierungen und eine ruhige Materialität lassen Vergangenheit und Gegenwart miteinander sprechen.

Die Moderne tritt nicht als Bruch auf, sondern als Weiterentwicklung.

Im Flur erstreckt sich eine sechs Meter lange Teeküche, nicht als klassische Küche gedacht, sondern als schwebende Kommode. Unter- und Überbeleuchtung lösen das Volumen vom Boden. Ein außergewöhnliches Pinienfurnier mit maritimer Anmutung und lebendiger Maserung unterstreicht den handwerklichen Anspruch und führt das Naturthema konsequent fort.

Die Herausforderung der schmalen Altbauräume, etwa im nur 85 cm breiten Gäste-WC, wurde zur Tugend. Entstanden ist ein maßgefertigtes Waschbecken-Unikat, das alle Funktionen integriert: Becken, Ablage und Handtuchabwurf. Selbst die Armatur folgt dem konzeptionellen Leitgedanken. Sie kommt von oben als Deckenarmatur. Denn Wasser kommt von oben. Regen ist der Ursprung. Architektur wird hier zur erzählten Natur.

Chefbüro – Kontinuität und Konzentration

Im Chefbüro wird der historische Kontext erneut aufgegriffen. Ein Fries verbindet Boden und Raum mit dem Flur und schafft eine subtile räumliche Kontinuität. Moderne Linienführung und klassische Raumabfolge verschmelzen. Vergangenheit wird nicht konserviert, sondern weitergedacht.

Die kunstvollen Designermöbel inszenieren sich im Raum. Ein schwebendes Board bietet eine eigene Festwasserstation für die Vierbeiner des Büros.

© Benedikt Knüttel